Studien: DICHTUNG und WAHRHEIT


Es gehört zum täglichen Handwerk wissenschaftlicher Institutionen aber auch des Pharmamarketings, mit dem Terminus:

 

 

„..Studien haben bewiesen, daß … „

 

 

Ihre Behauptungen damit zu untermauern. Der Verweis auf Studien gerade im Bereich Gesundheit und Medizin vermitteln oder demonstrieren Expertise und schaffen Vertrauen, Sicherheit und Autorität.
Dies verdient eine ebenso kritische Betrachtung, da Studien scheinbar jeden Zweifel ausräumen und ein Sicherheitsgefühl auslösen.

 

 


 

 

Es ist natürlich Strategie aller Beteiligten, nur jene Studien zu zitieren, die Ihren Argumenten nützlich sind, dies betrifft Befürworter ebenso wie auch Gegner. Die Schwierigkeit einer objektiven Beurteilung besteht darin, seriöse Studien von „Studienmüll“ unterscheiden zu können.
Aussagen werden oft aufgrund komplexer für den Nicht-Mathematiker nicht nachvollziehbaren statistischer Auswertungsmethoden, getroffen. Diese werden dann auch noch vorsichtig und mit Floskeln wie:

 

 

…scheinen darauf hinzuweisen…

liegen im Bereich des Möglichen…

weitere Daten werden benötigt….

 

 

interpretiert, um einer harten Diskussion über Methodik und Schwachstellen in der Konzeption und Auswertung dieser Untersuchungen ausweichen zu können.


Da es Laien aber auch Fachpersonal unmöglich ist und es auch nicht Teil der medizinischen Ausbildung ist , Studieninhalte detailliert aufzuarbeiten und zu interpretieren , werden dann lediglich von den Verfassern gewünschte Botschaften aus der vereinfachten Zusammenfassung mitgenommen.


So haben zum Beispiel die Studien der begrenzt zugelassenen Stoffe ihre beeindruckende Wirksamkeit von über 95% über die Berechnung des sogenannten relativen Therapienutzens/Risikoreduktion erzielt. Eine Auswertungsmethode, die von Pharmaunternehmen in der Fachwerbung gerne angegeben werden, um damit Laien, aber auch Anwender oder sonstige sich für kompetent Erklärende zu beeindrucken.

Dies führt dazu, daß der erreichte Effekt oft erheblich überschätzt wird.
Rechnet man jedoch die objektivere absolute Therapienutzen/Risikoreduktion so ergeben sich Zahlen, die die Verhältnismässigkeit der Massnahmen in Frage stellen.


Abschliessend sei angemerkt, daß es eine „absolute Beweisführung“ durch Studien alleine nicht gibt.
Erst durch Hinterfragen, Überprüfen und auch durch Erkennen, Zugeben und Beheben von Irrtümern wird wissenschaftlicher Fortschritt möglich
.

@Dr.HansAckerbauer

 

 

 

 

 

 

 

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