Preissteigerungen bis zu 97,8 % für Pellets und Brennholz

Explodierende Pellets- und Brennholzpreise, Lieferengpässe und leere Lager machen jetzt schon
vielen Menschen Angst vor kalten Wohnungen im kommenden Winter. Die Politik schweigt und
gibt lieber gute Ratschläge, wie in Haushalten und Büros die Raumtemperatur auf 19 Grad gesenkt
werden kann.

Holz wurde und wird als der wichtigste erneuerbare Energieträger Österreichs und als stabiler
Energielieferant gepriesen. Heizen ist für viele Menschen jedoch nicht mehr leistbar geworden. Der
Preis für lose Pellets in Haushaltsmengen beträgt mit Juli 8,99 Cent je kWh. Das bedeutet eine
Steigerung im Vergleich zum Juli 2021 um unfassbare 97,8 %. Für einen 15 kg-Sack Pellets müssen
Haushalte im Juli mit durchschnittlich 7,18 Euro um 84 % mehr in die Tasche greifen als noch vor
einem Jahr (Bestellung ab einer Palette). Für ofenfertiges Hartholz werden derzeit bis zu 128 Euro für
den Schüttraummeter (SRM) verlangt, viele Händler beliefern nur mehr Stammkunden und
argumentieren die extremen Preissteigerungen mit erhöhten Produktionskosten und
Lieferschwierigkeiten. Teilweise bekommen Kunden überhaupt kein Brennholz mehr bei Händlern
und suchen verzweifelt nach alternativen Bezugsquellen.


Quelle : https://www.propellets.at/aktuelle-pelletpreise


Auch diesmal muss der Ukraine-Krieg als Erklärung für die enorme Preissteigerung herhalten. Der oberösterreichische AK-Präsident Andreas Stangl sieht durch den Krieg jedoch keinen Grund, dass die Preise derart stark steigen: „Vielmehr riecht die aktuelle Preisgestaltung nach einer künstlichen Verknappung auf Kosten der Menschen.“ Dass er damit recht hat zeigt die Preisentwicklung der letzten Monate. Bereits Ende 2021 ist ein leichter Anstieg der Preise zu verzeichnen, was naturgemäß in der beginnenden Heizperiode begründet liegt. Ein starker Anstieg war dann bereits im Jänner 2022 zu erkennen, wo von einem Krieg noch nichts zu sehen war. Seit April 2022 steigen die Preise steil an und erreichen im Juli einen nie da gewesenen Höchstwert und eine Steigerung um 97,8 % gegenüber dem Vergleichsmonat im Vorjahr.

Bund und Länder fördern seit Jahren den Umstieg von fossil betriebenen Heizsystemen auf Pelletheizungen, weil diese als nachwachsender Rohstoff klimafreundlich, CO2-neutral und als krisensicherer Energieträger beworben wurden, mit dem Versprechen, dass der Preis gleich bleibt. Die Realität sieht anders aus, wie die drastischen Preissteigerungen jetzt zeigen.

Hausbesitzer, die in neue Heizsysteme, vor allem als Ersatz für alte Ölheizungen investiert haben, fühlen sich nun zurecht geneppt und fragen sich, wie sie die explodierenden Preise um fast das Doppelte bezahlen sollen. Ein
15 kg-Sack Pellets kostete im Juli 3,90 Euro, im Juli 2022 müssen bereits 7,18 Euro bezahlt werden, beinahe das Doppelte. Ein Ende der Preisspirale ist nicht in Sicht.

Quelle :https://www.propellets.at/assets/upload/Pelletpreise/2022/2022/07/202207-15kg.jpg


Auch das Argument Lieferschwierigkeiten lässt sich schwer erklären, denn einerseits kommt der Winter nicht überraschend und das Holz lagert bereits ein bis zwei Jahre im Voraus, sodass es in der Regel genug Holz gibt um den Bedarf zu decken. Eine Gegenüberstellung Produktion und Verbrauch von Pellets zeigt zudem, dass im Jahr 2021 in den derzeit 40 Pelletwerken in Österreich 1,6 Millionen Tonnen Pellets produziert wurden, verbraucht wurden 1,1 Millionen. Zusätzlich werden mehrere 100.000 Tonnen pro Jahr aus dem Ausland importiert, teilweise aus bedenklichen Quellen, wie den letzten Urwäldern in Rumänien.

Zum Preisnepp kommt noch die Klimalüge dazu. Was uns als klimaschonend verklickert wurde, ist jedoch nicht immer grün, und als CO2-neutral werden Pellets nicht von allen gesehen.

Quelle: https://www.propellets.at/assets/upload/Grafiken%20und%20Statistiken/2022/2022-0048-pelletproduktion-01.jpg


Wissenschaftler weisen schon länger auf ökologische Schäden durch die erhöhte Pelletproduktion hin. Wo früher aus Sägenebenprodukten Pellets hergestellt wurden, werden zunehmend durch die steigende Nachfrage, resultierend aus den Förderprogrammen, auch Waldhölzer geschlagen. Das ist eine Gefahr für den Wald und das Klima. Denn durch die Abholzung entstehen ökologisch bedenkliche Lücken im Wald und ein frisch gepflanzter Baum braucht 80 bis 100 Jahre bis er gefällt werden kann.

Gewinner des Pellet-Boom ist die durch Subventionen gewachsene Pellet-Industrie, während die Konsumenten das Nachsehen haben und die Gewinnmargen bezahlen müssen. Auch hier ist der Profit einiger Giganten wichtiger als echter Klimaschutz.

All das scheint die selbsternannten Klimaprediger und unsere Politiker nicht zu beeindrucken. Umweltministerin Gewessler ist dringend aufgefordert hier rasch Gegenmaßnahmen zu ergreifen, damit die Österreicher im Winter nicht frieren müssen. Doch der gesamte Beamtenstaat genießt lieber bis Mitte September eine Sommerpause, während sich die Bevölkerung Sorgen macht, wo sie ihr Brennmaterial beschaffen kann, und falls ja – ob sie es sich für den ganzen Winter leisten kann.

Die Menschen sind weiter Spielball einer globalen Lobby, die sich in ihrem Hochmut über Millionen menschlicher Schicksale stellt. Jean-Claude Juncker, EU-Kommissionspräsident a.D., hat es einmal treffend so formuliert:

„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert.
Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter.
Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“

Quellen:

https://www.klimaaktiv.at
https://www.propellets.at/aktuelle-pelletpreise
https://ooe.arbeiterkammer.at/service/presse/Pellets-Preise-_AK_fordert_Transparenz.html
http://www.biomasseverband.at
https://beruhmte-zitate.de/autoren/jean-claude-juncker/









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