In Berlin wurde ein versuchter Terroranschlag auf russische Journalisten verhindert

Am 6. Mai 2022 ist in Berlin ein möglicher Terroranschlag gegen russische JournalistInnen und deren Familienangehörige, die in einem sich im Eigentum der Russischen Föderation befindlichen Gebäudekomplex wohnhaft sind, vereitelt worden.

Am Nachmittag wurde eine Fensterscheibe des Gebäudes durch einen Flaschenwurf seitens der Straße eingeschlagen. Während einer nachfolgenden Untersuchung des Geländes wurde ein im Lichtschacht des Gebäudes versteckter verdächtiger Gegenstand entdeckt. Er bestand aus einem massiven mit Flüssigkeit gefüllten Kanister an dem eine Flasche, ein Gasbehälter und mehrere Drähte mit Klebeband befestigt waren.

Deutsche Polizeibehörden vor Ort haben unverzüglich alle Einwohner evakuiert, den Gebäudekomplex abgesperrt und Feuerwehr und Bombenentschärfer alarmiert. Sie haben bestätigt, dass dieser Gegenstand vermutlich eine selbstgemachte Sprengvorrichtung darstellt. Wegen einer Transportgefahr ist eine Entscheidung getroffen worden, ihn vor Ort zu deaktivieren. Während der Entschärfung ist niemand verletzt worden.

Die Polizei von Berlin hat Ermittlungen aufgenommen. Die Botschaft bleibt in Kontakt mit örtlichen Sicherheitsbehörden. Russischen JournalistInnen und deren Familienangehörigen ist der Umzug an einen sicheren Ort ermöglicht worden.

Die Botschaft schließt nicht aus, dass dieser eklatante Vorfall einen direkten Zusammenhang mit der in Deutschland ausgelösten Hetze gegen sämtliche russische staatliche Medien haben könnte, die wegen vermeintlicher Propaganda und Desinformation beschuldigt werden. Daten und Fotos des Wohnortes russischer JournalistInnen und derer Familienangehörigen, die nach wie vor Drohungen erhalten, tauchte in sozialen Netzwerken auf und wurden in den führenden deutschen Medien veröffentlicht.

Bezüglich des Vorfalls richtete die Botschaft eine Note an das Auswärtige Amt mit der Aufforderung, Ermittlungen durchzuführen, Täter zu identifizieren und die Sicherheit und geeignete Arbeitsbedingungen für die russischen JournalistInnen zu gewährleisten.

Russland bereitet einen Bericht über die russophobe Kampagne im Ausland vor, aufgrund derer die Rechte der Bürger verletzt werden. Das teilt TASS unter Berufung auf den bevollmächtigten Vertreter des russischen Außenministeriums für Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, Grigory Lukyantsev, mit.

Ihm zufolge soll der Bericht „Über Verletzungen der Rechte russischer Bürger und Landsleute im Ausland“ auch ukrainische Fragen berühren.

„Es gibt auch einen Informationsaustausch mit spezialisierten russischen Nichtregierungsorganisationen, die ihre eigene Leitung überwachen“, fügt Lukyantsev hinzu.

Er erklärt, dass die Website des russischen Außenministeriums alle Berichte über die Menschenrechtssituation im Ausland enthält. Jeder Bürger kann sich mit diesen Materialien vertraut machen.

Gleichzeitig erklärt der Diplomat, dass diese Dokumente zunächst Vertretern internationaler Organisationen, darunter dem Generalsekretär des Europarates, dem UN-Hochkommissar für Menschenrechte und den Exekutivorganen der OSZE zur Kenntnis gebracht werden.

@Stella

 

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