Glyphosat – die unendliche Geschichte des meistverkauften, potenziell krebserregenden Unkrautvernichtungsmittels. Dank Industrie und Lobby immer noch in unseren Lebensmitteln!

Roundup, das Wundermittel in der Landwirtschaft, wird kurz vor der Ernte auf alle Pflanzen gesprüht. Bei Pflanzen mit Blattgrün greift der Wirkstoff Glyphosat in den Stoffwechsel der Pflanze ein und lässt sie absterben, während das reife Getreide unbeschädigt bleibt. Nach der Ernte erfolgt eine weitere Behandlung, damit das Feld vor der nächsten Aussaat wieder frei von Unkraut ist. Viel Chemie, aber gesundheitlich unbedenklich, wenn es nach dem Hersteller Monsanto und den Behörden, die es zugelassen haben, geht.

Glyphosat kann allerdings von der Pflanze nicht aufgenommen werden, da die Tropfen abperlen würden, weshalb Netzmittel – also weitere Chemikalien – beigemischt werden. Diese Netzmittel wie beispielsweise Tallowamin wurden vom deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung 2015 als wahrscheinliche Ursache von Haut– und Lungenentzündungen bei Landwirten, die das Herbizid bestimmungsgemäß genutzt haben und trotzdem krank wurden, identifiziert.

 

 

Monsanto wurde daraufhin von deutschen Behörden gebeten, den kritischen Beistoff Tallowamin innerhalb von 2 Jahren zu ersetzen. Dieser Bitte ist der Konzern jedoch nicht nachgekommen, mit der Begründung, dass es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt, die den Austausch des Beistoffes rechtfertigen würden.

Professor Gilles-Eric Seralini entdeckte 2015, dass selbst mit einer Herausnahme von Tallowamin das Problem, dass Roundup – eine Mischung aus vielen giftigen Substanzen – auf die Zellen wirkt, nicht gelöst ist. Durch das Aufbringen von Roundup wird, gemäß Seralinis Studie, ein Prozess in Gang gesetzt, der zu einem Selbstmord der Zellen führt, wodurch Nervenkrankheiten, Krebs und Fortpflanzungsstörungen verursacht werden könnten. Und diese Mischung aus giftigen Substanzen kann durch das Ausbringen auf den Feldern, auch ins Mehl und somit in unsere Nahrungsmittel gelangen.

Monsanto argumentierte 2015, dass Roundup seit über 30 Jahren zugelassen ist, und es keine wissenschaftlich haltbaren Hinweise gibt, dass das Produkt auf die Umwelt, die Gesundheit oder den Anwender ein Risiko darstellt. Monsanto beruft sich auf die österreichische und die französische Zulassungsbehörden, die die alarmierende Studie von Professor Seralini bewertet und als nicht aussagekräftig eingestuft haben.

Die Behörden stützen sich auf die bei der Zulassung vorgelegten Studien vom Hersteller Monsanto. Und diese bescheinigen dem Produkt: Unbedenklichkeit.

Die Landwirte verlassen sich auf die Zulassungsbehörden, halten Roundup für gesundheitlich unbedenklich und spritzen weitere Jahre Glyphosat auf die Felder.

2018 wurde der US-Saatgutriese Monsanto um 60 Milliarden Dollar vom Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer übernommen. Mittlerweile hat Bayer Rückstellungen in der Höhe von 4,5 Milliarden Dollar gebildet, um in den kommenden Jahren mit den Forderungen potenzieller Kläger die Glyphosat für deren Krebserkrankungen verantwortlich machen, umzugehen. Die vielen Klagen mit denen Bayer in den USA konfrontiert ist, stützen sich auf eine Einschätzung der internationalen Krebsforschungsagentur der WHO, die bereits 2015 Roundup als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft hat. Trotzdem weist Bayer die Vorwürfe, dass Glyphosat Krebs verursacht, zurück. Der Konzern beruft sich auf die Zustimmung der Aufsichtsbehörden und die Zulassungsstudien.

2019 wurden dem Kläger Edwin Hardeman, der glyphosathaltige Monsanto Produkte für seine Krebserkrankung verantwortlich gemacht hatte, rund 25 Millionen Dollar Schadenersatz zugesprochen. Bayer zog gegen dieses Urteil vor den Supreme Court, wurde jedoch abgewiesen und somit zur Schadenersatzzahlung verpflichtet.

Obwohl die WHO bereits 2015 Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“ eingestuft hat, erklärte die US- Umweltschutzbehörde 2017, dass die Chemikalie für Menschen wahrscheinlich nicht krebserregend ist. Auch die Aufsichtsbehörden in der EU gelangten zu dem Schluss, dass von dem Herbizid keine Krebsgefahr ausgeht, und die Zulassung wurde Ende 2017 um weitere 5 Jahre verlängert. Ein Antrag auf Zugang zu Dokumenten im Zusammenhang mit 2 Toxizitätsstudien wurde von der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) allerdings verweigert.

Roundup wird seit den 70er Jahren eingesetzt, ist das weltweit meistgenutzte Unkrautvernichtungsmittel und hat bisher Umsätze in Milliardenhöhe eingebracht. Daher ist es nicht verwunderlich, wenn der Konzern und dessen Lobby ständig die Unbedenklichkeit von Glyphosat beteuern. Auch in der EU ist Roundup derzeit (noch) zugelassen. Ein Verbot wurde von der mächtigen Lobby aus Agrarindustrie und Agrarchemiekonzernen mit aller Kraft verhindert. Bei der neuerlichen Zulassung im Jahr 2017 wurden unabhängige Studien als irrelevant verworfen und die europäische Chemikalienagentur stützte sich in ihrer Einschätzung auf Studien der Hersteller, wo sich die Frage stellt wie wissenschaftlich diese Studien sind, nachdem Bayer mit Vorwürfen, das Unternehmen habe versucht auf die Ergebnisse von Wissenschaftlern und Aufsichtsbehörden Einfluss zu nehmen, konfrontiert war. Außerdem ist die europäische Chemikalienagentur eng mit der Industrie verstrickt, da es Vorwürfe gibt, dass 2 Mitglieder für Forschungsinstitute arbeiten, die sich unter anderem durch Aufträge der Agrarindustrie finanzieren, und der Vorsitzende des Ausschusses neben der EU auch die Agrarindustrie zur Risikobewertung von Substanzen berät.

Betrachtet man die Schlagzeilen und Skandale zur mRNA Immuntherapie sind die Parallelen unübersehbar. Auch hier wurde von der Pharmaindustrie und deren Lobby immer wieder die Unbedenklichkeit unterstrichen und Impfschäden verharmlost, indem die Öffentlichkeit in dem Glauben gelassen wurde, die „Impfung“ sei sicher und wirksam und nur wenn der Nutzen eines Impfstoffs ein mögliches Impfrisiko deutlich überwiegt, wird er auch zugelassen. Es wird lediglich auf seltene Impfreaktionen die folgenlos und rasch abklingen hingewiesen.

Sogenannte Experten und Berater werden teilweise von der Industrie finanziert, so sind Mitglieder des Impfgremiums auch für den Impfstoffhersteller tätig – ein brisanter Interessenskonflikt.

Die Zulassungsstudien von Pfizer sollten unter Verschluss gehalten werden und wurden mehrfach kritisiert, jedoch wird trotz vielen Vorwürfen und mittlerweile bekannten gesundheitlichen Auswirkungen, die mRNA Immuntherapie weiterhin empfohlen, beworben und sogar Off Label angewandt.

Für das Pharmaunternehmen Pfizer ist der Skandal um die mRNA Impfungen nicht der erste. So wurde das Unternehmen beispielsweise 2009 zu Schadenersatzzahlungen von über 75 Millionen US-Dollar an Familien in Kano, deren Kinder infolge von Medikamententests irreversible Folgeschäden erlitten, verpflichtet. Pfizer hat bis heute kein Fehlverhalten zugegeben.

Wie auch die Agrarchemieindustrie bei den von Glyphosat geschädigten Landwirten, will sich auch die Pharmaindustrie mittels Schadenersatzzahlungen freikaufen.

Aber können derartige gesundheitliche Schäden mit Geld überhaupt beglichen werden? Warum vertrauen so viele Menschen, wenn es um die Gesundheit geht Lobbys, befangenen Experten und geldgierigen Konzernen?

@Lisa

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