Ex-US-Aussenminister Mike Pompeo ist im Fall Julian Assange als Zeuge in Spanien vorgeladen!

Der spanische Nationalgerichtshof hat den ehemaligen US-Außenminister Mike Pompeo als Zeugen im Fall des WikiLeaks-Gründers Julian Assange geladen, berichtet die spanische Zeitung ABC.

Mike Pompeo, der Direktor der Central Intelligence Agency – CIA (2017-2018) war, wird gebeten, zu erklären, ob die CIA und die US-Regierung unter Donald Trump einen Plan hatten, den Gründer von Wikileaks zu entführen und zu töten.

Laut Zeitungsquellen wurde Mike Pompeo im Juni 2022 vorgeladen und durfte im Videoformat aussagen.

Das Gericht untersucht einen Fall gegen die private spanische Sicherheitsfirma Undercover Global SL, die beschuldigt wird, Juliane Assange während seines Aufenthalts in der ecuadorianischen Botschaft in London ausspioniert zu haben. Reuters schreibt, dass die spanische Firma von Juni 2017 bis Anfang 2018 den Journalisten mit Kameras und Mikrofonen im Botschaftsgebäude verfolgt hat und seine Gespräche mit Anwälten aufgezeichnet hat, um Informationen an US-Geheimdienste weiterzugeben.

Im September 2021 berichtete Yahoo News und Der Standard.at unter Berufung auf ehemalige US-Beamte und Beamte der Spionageabwehr, dass hochrangige Beamte der US-Regierung und CIA-Beamte im Jahr 2017 die Möglichkeit der Entführung und Ermordung von Assange diskutierten.

 

 

 

 

Die Vereinigten Staaten werfen Assange 18 Anklagepunkte vor, unter denen ihm bis zu 175 Jahre Gefängnis drohen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft half er der amerikanischen Geheimdienstanalytikerin Chelsea (Bradley) Manning illegal dabei, geheime Diplomaten- und Militärakten zu stehlen, die auf WikiLeaks veröffentlicht wurden. Assanges Anwälte argumentieren, ihr Mandant habe als Journalist gehandelt und das Recht gehabt, Dokumente zu veröffentlichen, die US-Kriegsverbrechen im Irak und in Afghanistan aufdecken.

2010 warfen schwedische Behörden Assange Vergewaltigung und sexuelle Belästigung vor und wollten ihn festnehmen. Dann beschliesst der Journalist, sich vor der Verfolgung in der ecuadorianischen Botschaft in London zu verstecken, wo er sich ab 2012 aufhält, doch 2019 entzieht ihm der südamerikanische Staat das Recht auf politisches Asyl. Juliane Assange wird von der britischen Polizei festgenommen und sitzt seitdem in einem britischen Gefängnis.

Im April 2022 erlässt ein Gericht in London die Auslieferung für den WikiLeaks-Gründer an die Vereinigten Staaten. Die endgültige Entscheidung über die Abschiebung trifft die britische Innenministerin Priti Patel. Danach legt Juliane Assange gegen das Urteil Berufung ein.

Die Auslieferung von WikiLeaks-Gründer Assange an die USA ist laut Gericht rechtens. Dass die britische Regierung ihr nun auch zustimmt, offenbart ihre problematische Einstellung zur Pressefreiheit” schreibt die Tagesschau.de am 17.6.2022.

@Stella

 

Facebook
WhatsApp
Twitter
Telegram
Email
Pinterest
Facebook
WhatsApp
Twitter
Telegram
Email
VK

BLEIB INFORMIERT

Anmeldung zum Newsletter

Felder mit * sind auszufüllen.

Unterstütze unsere Projekte mit einer Spende